Ernährung im Ayurveda

Was wir essen, hat einen elementaren Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit. Die ayurvedische Ernährung ist ein ganzheitliches System, in dem Körper, Geist und Seele gemäss den individuellen Bedürfnissen mit allen Nähr- und Vitalstoffen versorgt werden.

Das Besondere an der ayurvedischen Ernährungslehre ist, dass alle Nahrungsmittel unter Berücksichtigung der individuellen Konstitution und des Stoffwechsels ausgewählt und zusammengestellt werden. Zudem wird die Art und Zubereitung der Speisen auf die Essgewohnheiten des Kulturkreises, auf Klima und Jahreszeiten abgestimmt. Das heisst, dass es nicht «die typische Ayurveda-Ernährung» gibt, sondern dass sich jeder Mensch seine optimale Ernährungsform mit Hilfe der ayurvedischen Prinzipien zusammenstellen kann. Entscheidend für eine angemessene Ernährungsweise sind die Doshas und das Agni sowie die Herkunft, Lebenstradition und der Lebensstil des Einzelnen. Dadurch entsteht eine äusserst vielseitige Ernährungsweise, welche nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr energiespendend ist.

Ein besonderer Schwerpunkt der ayurvedischen Ernährung liegt auf der guten Bekömmlichkeit und optimalen Verwertung der Speisen. Durch die appetitanregenden Gewürze, die leicht verdaulichen Kombinationen und die schonenden Zubereitungsformen kann der Stoffwechsel alle Bausteine in der Nahrung optimal aufschlüsseln und ein Höchstmass an vitaler Lebensenergie gewinnen. Nahrungsmittel, Gewürze und Küchenkräuter sind Teil der ayurvedischen Pflanzenheilkunde – die richtige Nahrung ist deshalb auch Grundlage für jede therapeutische Massnahme. Ebenso weiss der Ayurveda um den starken Einfluss der täglichen Speisen mit ihren verschiedenen Geschmackskomponenten auf das psychische Wohlbefinden des einzelnen.

Die Ernährung nimmt im Ayurveda einen großen Stellenwert ein. Es wird nichts verboten, sondern der Ayurveda empfiehlt eine ausgewogene und der Konstitution entsprechende Ernährung. Ausgewogen im ayurvedischen Sinne bedeutet, alle sechs Geschmacksrichtungen zu berücksichtigen: süss, sauer, salzig, scharf, bitter und, zusammenziehend. Jede dieser Geschmacksrichtungen beeinflusst die Doshas: süss z. B. verringert Pitta und Vata, erhöht jedoch Kapha. Nahrungsaufnahme ist Energieaufnahme. Durch die richtige Nahrung und die entsprechende Zusammenstellung des Essens können die Doshas positiv beeinflusst werden. In einer Beratung erfahren Sie, welche Nahrungsmittel Sie ausgesprochen gut und weniger gut verwerten.

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